Gestaltungsgrundsätze

Gute Gestaltung, so wie ich sie sehe, orientiert sich im besten Sinne am Formenkanon der Zeit und befindet sich im Einklang mit stilbildenden Merkmalen der Architektur und Kunst.

Sie speist sich aus der Geschichte und sucht gleichzeitig das Neue - vermeidet jedoch das Modische und sinnentleertes Wiederholen.

Gestaltung erfordert ein Gespür für Materialien ebenso wie technisches Wissen. Sie wird jedoch nie das Ergebnis unreflektierter Anwendung der technischen Möglichkeiten sein.

Für eine gelungene Gestaltung gibt es Grundgesetze, wie beispielsweise die Proportions- oder Farbenlehre. Trotzdem gibt es im Anwendungsfall nie die eine, die einzig wahre Gestaltungslösung.

 

Die Qualität von Gestaltung ist für mich keine hierarchische Frage im Sinne einer künstlerischen oder alltäglichen Ausprägung, sondern hängt vielmehr von ihrer Stimmigkeit innerhalb eines imaginären Gestaltungsraumes ab. Dieser enthält die zum Thema passenden Aussagen, Materialien, Farben, Formen...

Die Aufgabe des Gestalters besteht letztendlich in der Definition des Gestaltungsraumes und der Auswahl und Anordnung der darin funktionsfähigen Komponenten.

Wird diese vermeintlich einfache Voraussetzung erfüllt, entstehen Schlüssigkeit und Qualität.

Profil

 

Industrielle Fertigung widerspricht nicht zwangsläufig guter Gestaltung -
handwerkliche
Bearbeitung ist kein Qualitätsmerkmal
an sich.